Kurzweilige und gemütliche Stunden

Jodlerkonzerte des Jodlerdoppelquartett Bärgbrünneli Wolhusen vom 15. und 22. September 2012
(Artikel aus dem Entlebucher vom 18. Sept 2012)

Lauter gelungene Vorträge prägten den ersten Konzertabend. Die Jodlerinnen und Jodler unter der Leitung von Hans Setz und die klubeigenen Kleinformationen erfreuten mit gepflegtem Jodelgesang. Für viel Abwechslung sorgten die Gastformationen. Das Konzert wird am Samstag wiederholt.

Die mit viel Liebe angefertigte Dekoration im Saal der Rössli ess-kultur, Wolhusen stimmte die zahlreichen Besucher auf die gemütlichen Stunden ein. Urchig und rassig ertönten die Begrüssungsklänge vom Ländlertrio Gruess vom Rosebode aus Schwarzenberg. Die Präsidentin Luzia Wermelinger-Roos freute sich über die abwechslungsreichen Beiträge der Gastformationen, die das  Konzert bereicherten und viel Stimmung hineinbrachten. Jacqueline Giger und Ilona Wermelinger stahlen allen die Show und führten mit viel Charme, lustigen Versen und fröhlichem Humor durch den kurzweiligen Abend. Die viele Delegationen zeugten von der Beliebtheit des JDQ Bärgbrünneli mit seinem gepflegten Jodelgesang dank dem grossen Fachwissen und dem investierten Herzblut des Dirigenten.

Gelungener Vergleich

Das uralte, tiefsinnige Lied „Bärgarve“ (H.W. Schneller) vergleicht die zähe Standfestigkeit einer Arve mit derjenigen des Schweizervolkes. Überzeugt hat nicht nur der Text; die ganze Darbietung gefiel ausserordentlich. Im„Läbesfröid“ (Heinz Willisegger) wird das fröhliche Leben mit übersprudelnder Freude beschrieben und genauso wurde es vorgetragen. Das sehr schwierige, melancholische „s’Jutze“ (Max Lienert) meisterten die Jodler hervorragend. Die klaren und hellen Stimmen der Jodlerinnen, wie auch der volle runde Klang des ganzen Chores erfreuten von Herzen. Mit hör- und spürbarer Wehmut eröffnete „Heiweh“ (Rob.Fellmann) den zweiten Konzertteil. Sogleich aber wurde es spitzbübisch lustig mit „Und ame Samstig z’Nacht“ (Ernst Nievergelt) und „Bärgbueb’s Wunsch“ (Rob. Fellmann). Die klare Aussprache und eine wunderbare Harmonie zogen sich durch alle Lieder bis zur Zugabe, der „Buremetzgete“ (E. Grolimund), die zum Lachen anregte.

Wunderschöne Uraufführung  

Die drei Jodlerinnen Lisbeth Setz-Wittwer, Luzia Wermelinger-Roos und Eveline Wicki-Egli zauberten mit dem lustigen „Lönd doch ou die Rössli springe“ (Hanni Bracher) manches Schmunzeln auf die konzentrierten Gesichter. Ihre schönen, harmonischen Stimmen kamen in diesem fröhlichen Lied ganz besonders edel zur Geltung.

Lisbeth Setz und Luzia Wermelinger sangen mit „s’Plange“, einem feinfühligen Lied aus der Feder des Dirigenten Hans Setz eine gelungene Uraufführung. Das begeisterte Publikum erklatschte sich eine Zugabe, die mit dem gefühlvoll vorgetragenen „Ständli“ (Lisbeth Setz und Lisbeth Arnold) gern gegeben wurde. Daniel Bucher begleitete das Terzett, wie auch das Duett  am Akkordeon.

Mit Leichtigkeit

Die Nachwuchsjodler Emmenbrücke unter der „Fachfrau’schen“ Leitung von Trudi Ineichen-Lipp zeigten unbeschwert, mit Leichtigkeit und Harmonie ihr grosses Können und eroberten damit die Herzen im Nu. Ob „E Sunnetag“ (Ruedi Renggli), das überlieferte „Der Geissbueb“, oder „Chinderouge“ (Hannes Fuhrer), die Kinder bewiesen eindrücklich ihr Talent. Das lustige „Im Bluemischteidörfli“ (Jakob Ummel) löste gar manches Schmunzeln aus. Bei der erklatschten Zugabe bewies gar einer der jungen Jodler, dass er mit seinem Schwyzerörgeli dem Begleiter auf dem Akkordeon in nichts nachsteht.

Die Bergfinken Sigigen unter der Musikalischen Leitung von Beat Grüter brachten viel Stimmung in den Saal. Ob rockige Stücke wie „Rock Around The Clock, der Marsch „Diavolezza“, oder auch „Griechischer Wein“, die Spieler begeisterten mit ihren virtuosen, dynamischen Beiträgen und liessen die Gäste in Gedanken mitreisen.

Nach dem Konzert spielte das Ländlertrio „Gruess vom Rosebode“ zum Tanz auf. Bei ihren heimeligen Klängen liess es sich im Kreis der Jodlerfamilie noch eine ganze Weile das gemütliche Zusammensein geniessen.

Nochmals Konzert

Am kommenden Samstag, 22. Sept wird das Konzert um 20.00 Uhr nochmals aufgeführt. Neben dem JDQ Bärgbrünneli werden das klubeigene Terzett und Duett nochmals ihre gern gehörten Lieder vortragen. Auch die Bergfinken Sigigen spielen nochmals auf. Zu Gast weilen dann das Chinder Jodlerchörli Geuensee und für Unterhaltung sorgt das Schwyzerörgeliquartett Tossenkläng, Entlebuch.

Ein Lied für Adolf Ogi am Öschinensee

Ausflug des JDQ Bärgbrünneli Wolhusen am 25. August 2012

Dieser Samstag wird der ganzen Reisegesellschaft in bester Erinnerung bleiben. Nicht nur das tolle Wetter und die eindrückliche Bergwelt, auch eine besondere Begegnung machte den Tag einzigartig.

Wie nur hatte es die Jodlerfamilie des Jodlerdoppelquartett Bärgbrünneli zusammen mit ihren Partnern und Ehrenmitgliedern verdient, dass trotz angesagtem Regen beste Wetterbedingungen herrschten? Die vier organisierenden Männer des 2. Bass gehören zu den Mutigen und zogen die angesagte Reise ohne wenn und aber durch. Je länger desto mehr hellte sich der Himmel auf und nach dem Kaffeehalt auf dem Brünig stieg auch die Stimmung kontinuierlich an. In Kandersteg montierten die Optimisten ihre Sonnenbrillen, die Pessimisten hatten sie zu Hause gelassen! Nach der eindrücklichen Gondelfahrt und einer kurzen Wanderung zum Öschinensee erfreuten sich alle an der einzigartigen Bergkulisse. Für die kurze Vorstellung des Hauses und seiner Umgebung mit der berühmten Blüemlisalp durch den Wirt Christian Wandfluh bedankten sich Martin Wicki mit rassigen Schwyzerörgeliklängen und die Jodler mit zwei fröhlichen Liedern.

Freude herrscht
Beim anschliessenden feinen Mittagessen wurde auf der Terrasse der frühere Bundesrat Adolf Ogi gesichtet. Die Jodlerinnen und Jodler liessen es sich nicht nehmen, ihm und den andern Besuchern ein Ständli zu bringen. Ein sichtlich erfreuter und gerührter Dölf Ogi bedankte sich sehr herzlich mit einem warmen Händedruck bei den einzelnen Jodlerinnen und Jodlern. Über die persönliche Einladung zum baldigen Konzert freute er sich sehr. Dass Freude auf beiden Seiten herrschte, bekam er von der Präsidentin bestätigt.

Trockenen Fusses
Wer mochte, konnte den Weg zur Gondel zurück spazieren, wer wollte, wurde transportiert und einige mutige Wanderer marschierten zur Talstation. Diese wurde entgegen aller Vorhersagen trockenen Fusses erreicht. Erst auf der Fahrt Richtung Thun überraschte ein Gewitter die muntere Reiseschar. Beim Kaffeehalt in Linden lockerte sich der Himmel schon wieder auf und bei der Einfahrt ins Entlebuch schien erneut die Sonne. Dank der sicheren Fahrt durch Walter Steffen von der Firma Imbach trafen alle wohlbehalten und pünktlich in Wolhusen ein. Mit dem feinen Nachtessen im Hotel Krone und einem geselligen Zusammensein ging der gemütliche Tag viel zu schnell zu Ende. Die Erinnerung an die persönliche Begegnung mit Adolf Ogi wird noch lange für regen Gesprächsstoff sorgen und für alle Beteiligten unvergesslich bleiben.

 

Homepage von JDQ Bärgbrünneli geht online...

Die Homepage des JDQ Bärbgrünneli geht online. Viel Spass. 

 

Der Administrator Jakob Brun